Was hat Stress in der Schwangerschaft für Auswirkungen auf mein Kind?

Während der Schwangerschaft sollten Frauen genau darauf achten, was sie sich und ihrem Körper zumuten. Denn die Babys bekommen die Gefühls- und Lebenslage der Mutter auf direktem Wege mit. Durch die Nabelschnur werden dem Kind nicht nur Nährstoffe, sondern auch Hormone zugeführt. Durch Hormone und andere Botenstoffe entsteht somit eine regelrechte Informationsübertragung  über die Befindlichkeit des mütterlichen Organismus zu dem Fötus. Beschleunigt sich zum Beispiel der Herzschlag der Mutter, beschleunigt sich auch der des Kindes.

Besonders Drogen, Ernährung und Stress sind die wichtigsten Faktoren, die Spuren im Erbgut der Nervenzellen des Kindes hinterlassen können. Diese Faktoren beeinflussen das Kind also nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch nach der Geburt kann das Leben des Kindes dadurch geprägt werden.

Wenn die Mutter Stress empfindet, schüttet ihr Körper das Hormon Cortisol aus, welches durch die Nabelschnur auch in den Kreislauf des Kindes gelangt. Zwischen dem Stress der Mutter während der Schwangerschaft und dem Risiko für das Kind, später selbst an einer Stresskrankheit zu leiden, besteht somit ein direkter Zusammenhang, wie der Psychobiologe Stefan Wüst erklärt. Kinder mit gestressten Müttern entwickeln sich oft zu schüchternen, kontaktscheuen Mensch, da Föten bereits ein Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen besitzen und sie das Verhalten, welches sie in der Schwangerschaft erfahren, nachahmen.

Durch den Stress ist der Körper der Mutter aber auch generell anfälliger für Krankheiten und so kann durch Infektionen auch eine Fehl- oder Frühgeburt hervorgerufen werden.Aber auch nach der Geburt des Kindes sollten Eltern auf ihre Belastung achten. Zwar findet dann keine Übertragung mehr über die Nabelschnur statt, aber kann das Kind durch die Körpersignale genau erkennen, wie die Eltern sich fühlen. Und auch nach der Geburt haben diese Signale Einfluss auf die Kinder.

Stress wird meistens durch traumatische Ereignisse, Angst vor dem Kommenden, zwischenmenschlichen Problemen und Stress durch den Job ausgelöst. Einige dieser Probleme können nicht verhindert werden, einige schon. Jedenfalls sollten schwangere Frauen und Eltern alles dafür tun, diese Belastungen soweit es geht zu minimieren. Denn nach Neurobiologe Prof. Gerald Hüther, ist das die Investition in unsere Zukunft.

Ein enormer Stressfaktor, den man reduzieren kann, ist die Arbeitsstelle. Viele Frauen haben Angst auf ihrer Arbeit als schwach zu gelten, wenn sie sich eine Auszeit nehmen oder nach Extrapausen fragen. Doch keine Frau sollte sich schämen, auf ihre und vor allem die Gesundheit des Kindes zu achten. Denn sogar rechtlich ist es anerkannt, dass schwangere Frauen Ruhe brauchen und somit sind feste Pausen im Mutterschutzgesetz geregelt.

Jedoch kommen viele Frauen nicht um den Stress herum, da es leider noch genügend Arbeitgeber gibt, die ihren Mitarbeiterinnen Druck machen und ihnen mit einer anderen Stelle drohen, wenn sie zu lange in Elternzeit gehen. Da viele Frauen nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen können, bekommen sie nicht nur Stress, sondern schieben die Schuld ihrer „sinkenden Karriere“ auf das Kind.

Für schwangere Frauen, aber auch für Eltern ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber also enorm wichtig. Denn nur wenn sich eine schwangere Frau aufgefangen und verstanden fühlt, kann der Druck gegenüber anderen und vor allem auf sich selber verringert werden.

Jedoch müssen Frauen nicht gleich Angst haben, da nicht jede kleine Stresssituation dem Kind Schaden zufügt. Es sind die permanenten und sehr ausgeprägten Gefühle, die das Kind spürt. Eine werdende Mutter muss auch nicht andauernd glücklich sein. Denn bis zu einem gewissen Maße unterstützt sie durch das Zulassen verschiedenster Gefühle die emotionale Entwicklung des Kindes.

Es gibt also einiges, was Eltern tun können, um ihren Kindern eine gute Grundlage für ihr Leben zu bieten. Ein wichtiger Anfang sind somit eine gesunde Ernährung, angemessene Ruhe und vor allem eine positive Einstellung zum Kind.

Fabienne Steitz verantwortet bei www.famany.com den PR- und Marketing-Bereich. famany zeichnet familienfreundliche Unternehmen mit einem Siegel aus. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Unternehmens können ihren Arbeitgeber auf ihre Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewerten. Familienfreundliche Arbeitgeber können sich aktiv als solche präsentieren und durch Stellenanzeigen um die besten Köpfe werben.

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