Wenn Kinder sich verletzen, sind Eltern oft überfordert. Erste Hilfe bei einem Baby erfordert vor allem Ruhe und Entschiedenheit. Gerade in den ersten Lebensmonaten sind Stürze vom Wickeltisch und Verbrühungen durch umfallende Tassen oder Töpfe keine Seltenheit. Sobald Babys laufen, kommen Schürfwunden, blaue Flecken und Beulen hinzu.
Für die Erste Hilfe beim Baby sollten Sie Kühlkompressen, Pflaster, steriles Verbandszeug und eine Wundsalbe parat haben. Kleine Wunden und Abschürfungen können Sie so schnell verarzten.
Nach Stürzen von hohen Gegenständen müssen Sie Ihr Baby 24 Stunden sorgfältig beobachten. Fahren Sie sofort mit ihm zum Arzt, wenn:
- es bewusstlos ist (auch wenn dies nur wenige Minuten dauert)
- es erbricht
- es Prellungen, Schürfwunden oder blaue Flecken hat
- Sie merkwürdige Atemgeräusche hören
- Ihr Kind sich ungewöhnlich verhält (Benommenheit, Probleme beim Aufwachen, unkoordinierte Bewegungen von Beinen oder Armen)
- Ihr Kind Beulen hat, die sich eindrücken lassen.
Hat sich das Kind verbrüht oder verbrannt, hilft Kühlen mit feuchten Tüchern oder direkt in der Badewanne. Nutzen Sie Tücher aus nicht flusendem Material und achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist (ca. 15 Grad). Sind die Verbrennungen großflächig, kühlen Sie maximal 5 Minuten mit lauwarmem Wasser. Vorsicht vor Unterkühlung.
Generell gilt: Ist die Verletzung des Babys sehr groß oder sind Sie sich unsicher, dann fahren Sie nach der Ersten Hilfe Versorgung direkt zum Arzt.